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Fantasy ein schwieriges Genre

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  • Fantasy ein schwieriges Genre

    Ist Fantasy ein schwieriges Genre?
    Schließlich schreiben viele Nachwuchsautoren Fantasy, man hat daher viel Konkurrenz.
    Senioren haben eher Schwierigkeiten mit dem Genre, man grenzt die mögliche Käuferschicht ein.
    Es ist schwieriger sich für den Käufer abzuheben, weil man dem Käufer das neue, aufregende im Titel, Cover und Klappentext kommunizieren muss. (Ich muss kein Tolkien 2.0 oder GoT 2.0 lesen.) Auf mich wirken viele Fantasybücher auf den ersten Blick oft sehr geklont, je mehr SP, umso eher geklont. (Ich habe auch ein paar Bücher gelesen, die da herausragen.)
    Wie ragt man aus der Masse von anderen Fantasybüchern heraus?

  • #2
    Wahrscheinlich ist es dasselbe Problem wie in anderen Genres. Konkurrenz ist überall.
    Vielleicht ist eines der Rezepte: Schreib, was und wie Du selbst gern liest, und hoff, dass man es findet.
    Unterstütze diese Hoffnung durch eigenen Stil, Cover, Titel, Klappentext und Lautstärke.


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    • Milch
      Milch kommentierte
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      Ich würde den Ratschlag so nicht geben. Oder durch den Zusatz ersetzen: Schreib, was du gern liest, aber nirgendwo selbst gelesen hast. Oder Schreib, was dir fehlt. Und mach es so, dass man schnell kommunizieren kann, was so besonders ist.

    • Scribere
      Scribere kommentierte
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      Milch Ich finde nicht, dass man etwas schreiben muss/sollte, was man gerne liest, aber nirgendwo selbst gelesen hat. Keine Geschichte ist zu 100% einzigartig, alles gab es in irgendeiner Form schon mal irgendwo irgendwann und bei bestimmten Genres werden teilweise auch bestimmte Muster erwartet. Aber "Schreib, was du selbst gerne lesen möchtest" finde ich gut. Natürlich sollte sich das eigene Buch trotzdem von anderen des Genres unterscheiden, aber das passiert meiner Meinung nach fast automatisch. Würden 10 Autor*innen 10 mal die gleiche Ideen bekommen, würden daraus 10 verschiedene Geschichten entstehen.

  • #3
    Wieso sollte Fantasy für Senioren schwierig sein? Moderne Fantasy gibt es seit Mitte 1800 - es ist also keine brandneue Erfindung der aktuellen Generation wie das Smartphone, wo manche Senioren vielleicht nicht mehr die Geduld haben sich einzufinden, sondern es ist ein etabliertes und stabiles Genre mit einer breiten Leserschaft. Entsprechend sind es nicht nur Nachwuchsautoren, die Fantasy schreiben; und es gibt nicht nur in der Fantasy Nachwuchsautoren. Die Menge an Konkurrenz liegt daran, was für ein populäres Genre Fantasy ist und wie viele extrem verschiedene Geschichten und Subgenres dazugehören - und wie viel mehr Möglichkeiten noch immer offen sind. Sind die Schwierigkeiten, die du aufzählst, nicht auch für die Genre Romanze und Krimi wahr? Es neu und aufregend zu gestalten und das gut an den Leser zu kommunizieren, muss jeder Autor für jede Geschichte schaffen.
    Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
    to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
    A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
    You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Sicher gibt es auch fantasy-freie Abenteuer, aber ansonsten handelt es sich um ein Subgenre der Fantasy. Und recht häufig wird daraus ein Steampunk-Abenteuer. Die Genrebegriffe sind nicht gegenseitig exklusiv und feste Grenzen schwierig festzulegen, weil irgendwer immer den Grenzpfosten wegschleppt.

      "Dreibeinige Monster auf Erdkurs" von 1967.

    • Milch
      Milch kommentierte
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      Nein, Abenteuer ist für mich nicht Fantasy.
      Bei Fantasy entwickelt man eine eigene Welt, bei Abenteuer bedient man sich bestehender Welten.
      Man kann streiten, ob Swifts Gullivers Reisen schon Fantasy geschrieben hat, ohne dass er sein Werk wahrscheinlich als Fantasy gesehen haben wird, sondern eher als Satire.

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Das eine schließt das andere nicht aus.
      Urban Fantasy bedient sich der bestehenden Welt, verleiht ihr nur magischen Glanz. Nenn es alternative Welt.
      "Die Goonies" fiele mir spontan als Abenteuer-Fantasy ein und eigentlich das ganze Steampunk-Subgenre, wo hinter alternativ-altägyptischen Papyri etc gejagt wird.

  • #4
    Ich kann da nur für mich selbst sprechen, da ich das Genre Fantasy gleichzeitig für seine Meisterwerke liebe und für seinen Schund hasse. Damit ein neues Fantasy-Buch auf mich Eindruck macht, muss es, von Selbstverständlichkeiten wie guter Sprache, Spannung, fesselnde Handlung einmal abgesehen, vor allem dadurch bestechen, dass es etwas Neues erzählt. Mich langweilt die 100ste Schlacht des armen Waisenjungen gegen den bösen König oder die bösen Orks/Trolle/Dämonen, mich nerven all diese über alle Zweifel erhabenen Helden, die irgendwie immer gut dastehen und deren Schwächen immer genau jene Schwächen sind, bei denen jeder Schreibratgeber den Kopf schüttelt - Unsicherheit, Schüchternheit, zu brav ... Ich will Fantasy lesen, wo auch etwas hinter den Welten steht, wo die Dörfer nicht Alamanda und Dionfery heißen, weil dem Autor das so in den Kopf geschossen ist und das irgendwie episch klingt. Ich mag keine Elfen mehr sehen, keine strahlenden Welten, sondern Dreck, Gestank, grobe Gesellen und zwielichte Ziele.

    Aber man darf m.E. gespannt sein: Seit GoT geht der Trend in Richtung dieser schmutzigen Fantasy und ich bin neugierig, welche Art von Büchern demnächst den Markt überschwemmen werden. Vielleicht gefallen sie mir ja alle?
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

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    • #5
      Zitat von Milch Beitrag anzeigen
      Ist Fantasy ein schwieriges Genre?
      Schließlich schreiben viele Nachwuchsautoren Fantasy, man hat daher viel Konkurrenz.
      Senioren haben eher Schwierigkeiten mit dem Genre, man grenzt die mögliche Käuferschicht ein.[...]
      Vielleicht hast du Recht, dass sich Senioren mit diesem Genre schwertun, auch wenn der obenstehende Einwand stimmt, dass es Fantasy schon seit der Romantik gibt. Seit dem Realismus (19. Jh.) und die ganzen folgenden Jahrzehnte hat man sich weitgehend von dieser neuetablierten Erzählform wieder distanziert. Die Lesegewohnheiten der älteren Generation sind anders als die der jüngeren. Aber vielleicht kann man da ansetzen. Welche Inhalte interessieren Senioren? Und dann ein Buch mit den Stilmitteln eines Fantasyromanes schreiben, aber eben inhaltlich mal was ganz Neues bringen. Ich weiß nicht, ob das geht. Ich kenn' mich mit Fantasy nicht so aus.
      Und dann richtige Werbung machen, um alle Käuferschichten zu interessieren.

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      • #6
        Zu den Senioren kann ich nicht viel sagen. Keine Ahnung, wo du den Schnitt ansetzt, vielleicht falle auch ich bereits darunter.

        Ehrlicherweise vernachlässige ich bei den Überlegungen zu Fantasygeschichten die Zielgruppe Ü-Rente vollkommen. SP ist unbestreitbar ein eBook Markt und eReader sind (aus mir unverständlichen Gründen) bei dieser Altersgruppe nicht wirklich populär.
        I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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        • Kuro
          Kuro kommentierte
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          Peter

          Auf Milch , keine Sorge.

        • Milch
          Milch kommentierte
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          Nee, mit 30 bist du keine Seniorin.

        • Kuro
          Kuro kommentierte
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          Ich werde auch mit 70 keine SeniorIN sein. (Im Übrigen auch kein Senior.)
          Aber ich hoffe, dass du gemerkt hast, worauf ich eigentlich hinaus wollte, nämlich dass Rente nicht zwingend Altersrente bedeutet, sondern auch jüngere Menschen Rente beziehen können.

      • #7
        Ein Aspekt, der noch nicht genannt wurde: Zu viele Fantasy-Bücher haben ein Titelbild, das mich überhaupt nicht anspricht. Der „Name des Windes“ bildet da neben anderen Beispielen eine wohltuende Ausnahme. Wenn man aber die ganzen kitschigen Einbände mit stilisierten Held*innen-Figuren sieht, ahnt man gar nicht, dass sich dahinter manchmal eine interessant geschriebene Geschichte verbirgt. Durch die Wahl eines vielschichtigen Titelbildes lassen sich sicherlich weitere Käuferschichten erreichen.

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        • #8
          Ich als Romantikmuffel könnte das gleiche Urteil über Liebesromanzen fällen - sind doch eh alle gleich und nach demselben Schema geschrieben, entweder weiße hübsche Frau trifft weißen hübschen Mann, oder sanfter, schüchterner Junge trifft Bad Boy oder Jock, in der Mitte gibt's ein Bisschen Drama und am Ende küssen sie sich. Eventuell noch eine schlecht recherchierte Sexszene die mehr dazu dient, die heterosexuellen Leserinnen aufzugeilen als realistisch zu sein oder den Plot weiterzubringen, vor allem im SP-Bereich. Und das alles gibt's schon so oft, warum sollte man es überhaupt noch schreiben?
          Ist Romantik deshalb ein schwierigeres Genre als andere? Oder hab ich gerade einfach nur die Vorurteilskeule ausgepackt?
          Konkurrenz gibt's in jedem Genre. Klischees gibt's in jedem Genre. Und in jedem Genre hat man die Wahl, ob man unhinterfragt ein Klischee schreiben will oder etwas völlig anderes (und beides hat seine Daseinsberechtigung - ja, auch die Klone). In jedem Genre hat man seine Möglichkeiten und Schwierigkeiten, auf sich und sein Werk aufmerksam zu machen. Ich würde nicht sagen, dass Fantasy sich da groß von anderen Genres unterscheidet. Es gibt vielleicht mehr Konkurrenz, aber auch eine höhere Nachfrage (ja, ich schätze auch für die Klone).
          Abgesehen davon ist Fantasy deutlich mehr als ein paar High Fantasy-Klischees. Ich wage mal zu behaupten, dass sich allein unter den Projekten hier im Forum so einige befinden, die in die Kategorie Fantasy fallen und kaum was gemeinsam haben, geschweige denn, dass sie irgendwelche Klischees bedienen und ich wage auch zu behaupten, dass die meisten hier ihre Geschichtenideen nicht entwickelt haben, indem sie darüber gebrütet haben, was sich am meisten von der Masse abhebt, sondern eher irgendwann eine Idee hatten, die sie mit Leidenschaft weiterverfolgen und weiterentwickeln wollten. Warum sollte das bei anderen Autor*innen und deren Werken nicht der Fall sein?
          Ich mag die Tolkien-Klone übrigens nicht mal selbst lesen. Ich denke nur, dass es Gründe gibt, warum sie existieren, und diese Gründe nicht ausschließlich mit potentiellen Verkaufszahlen zu tun haben.

          Ich würde außerdem sagen, Dodo hat es ganz gut zusammengefasst. Es gibt nichts, was es nicht in ähnlicher Form schon mal gegeben hat. Ich weiß nicht, ob es was bringt, sich damit verrückt zu machen - ich zumindest halte es auch für das sinnvollste, zu schreiben, was man selbst mag und lesen will, und zu versuchen, das gut zu machen. Etwas eigenes steckt ja immer irgendwie mit drin. Klar ist es sinnvoll, auch die potentielle Leserschaft zu bedenken, aber nur für eine bestimmte Zielgruppe und deren Erwartungen zu schreiben, mich mehr auf deren hypothetische Wünsche zu konzentrieren als darauf, was für eine Geschichte ich eigentlich schreiben will, dass könnte ich zumindest nicht. Und ich kann mir vorstellen, dass ich damit nicht die einzige bin. Ich weiß vor der Veröffentlichung nicht, wie mein Werk ankommen wird und ob es gesehen und gelesen wird. Ich kann mit Cover, Klappentext, Handwerk und Werbung versuchen, meine Chancen zu erhöhen, aber letztendlich kann ich es trotzdem nicht vorhersehen. Dann kann ich auch genauso gut eine Geschichte schreiben, die ich auch selbst lesen will.
          C10H12N2O

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          • Milch
            Milch kommentierte
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            Ich schließe nicht auf alle Seniorinnen. Niemand will Seniorinnen das Fantasylesen verbieten. Du hast nicht verstanden, was ich ausdrücken wollte. Für die Massengeschäft, was das Buchgeschäft ist, ist der einzelne Kunde nicht so wichtig, der kann durchs Raster fallen und dem Klischee widersprechen. Wenn, fiktives, aber ich finde realistisches Zahlenbeispiel, 9 von 10 Seniorinnen keine Fantasy mögen, fällt diese Zielgruppe eher als Käuferschaft aus, damit verringert sich der Kuchen. Bei Wahlen merkt man, welches Gewicht diese Gruppe hat, sonst wäre die CDU nicht so stark. Wenn die Zielgruppe kleiner ist und die Konkurrenz größer, ist der Markt schwieriger, weil mehr Leute mit dem gleichen Ticket, sprich Fantasy, erfolgreich werden wollen.

          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            Ich verstehe Deinen Punkt zwar, aber das ist bei jedem Genre so. Wenn alle Krimis lesen, dann ist da der Markt voll. Wenn wenige Fantasy lesen und viele schreiben (woher kommt dann nur das Interesse, Fantasy zu schreiben??), ist da der Markt voll. Der Büchermarkt ist voller Konkurrenz.
            Soll ich dann mein Herzensprojekt sausen lassen, weil es eventuell zu wenige fantasy-lesende Senioren gibt? Weil sich das Individuum nicht lohnt?
            Ich sag mal so: Ich schreib für jeden Leser, der meine Storys mag, und ich muss ihn nicht im Marketingschema haben. Erfolg lässt sich nicht vorausberechnen, auch nicht rezeptieren (ja, ja, ich hab den Bestseller Code gelesen. Sexszenen gehen gar nicht, wenn man der große Autor sein will, wird da hergeleitet. Und trotzdem marschiert 50 SoG durch. *achselzuck*) Allerdings denke ich bezüglich meines Schreibens nicht an einen Platz auf allen Bestsellerlisten.
            Zuletzt geändert von Dodo; 09-06-2020, 18:12. Grund: Ein aber zu viel

          • In-Genius
            In-Genius kommentierte
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            Ich hab sehr wohl verstanden, dass du von deinen eigenen Vorurteilen gegenüber älteren Menschen ausgehst, dass sich die große Menge so verhält, wie du es denkst: Dass sie zu alt sind, um sich für Fantasy zu interessieren.
            Was Unsinn ist. Wird Fantasy nicht direkt an ältere Menschen vermarktet? Stimmt, wird's nicht. Liegt es daran, dass ältere Menschen keine Fantasy lesen - oder daran, dass Verlage genauso wie du davon ausgehen, dass sie's nicht tun würden?
            Das gleiche Problem gibt es bei Comics: Die Verlage und Mehrheitsgesellschaft geht davon aus, das wäre Kinderliteratur weil isso. Wenn in der Realität erstens eine große Menge an Erwachsenen Comics liest und lesen würde, wenn zweitens die Verlage die Comics für Erwachsene auch verlegen/bewerben würden.
            Das gleiche gilt für Bücher mit einem breiten LGBTQ-Cast. Es gibt viele Autoren, die das schreiben wollen und es gibt viele Leser, die es kaufen wollen - aber die Verlage gehen davon aus, dass die Mehrheitsgesellschaft damit nichts anfangen kann und lässt es einfach sein.

            Es gibt keinen intrinsischen Grund, warum LGBTQ-Bücher nicht auch von sogenannten "normalen Leuten" gelesen werden könnten oder warum Comics nicht erwachsene Themen behandeln könnten oder warum ältere Menschen nicht Fantasy lesen würden. Der einzige Grund sind Vorurteile, Klischees und Menschen an den tragenden Stellen, die nicht über ihren eigenen Horizont hinausblicken können.

            Warum stellst du nicht die eigentliche Frage? Sollten wir mehr Bücher mit älteren Menschen als Protagonisten schreiben? Werden Senioren genug in Geschichten repräsentiert? Werden die Themen, für die sich ältere Menschen im Speziellen interessieren, genügend behandelt?
            Wie gesagt, dass jemand im Alter von 80 Jahren sich nicht für die Internatsabenteuern eines 12järhigen interessiert, finde ich vollkommen verständlich. Das hat aber mit dem Genre Fantasy absolut nichts zu tun.

        • #9
          Es ist schwierig, eine Diskussion zu führen, wenn im Ausgangspost Aussagen stehen, die erstmal wiederlegt gewollt werden. Ich könnte jetzt auch eine Menge Fantasy-Autor*innen aufzählen, Ü70, die sicherlich nicht nur für sich selbst geschrieben haben, sondern für eine Zielgruppe, des gleichen Alters. Solche Behauptungen sind ähnlich wie "Frauen/Männer schreiben kein XY". Ich möchte, dass die weiblichen Scifi- und Krimi-Autorinnen in Wortkompass aufschreien, und die männlichen LiRo- und Entwicklungsroman-Autoren auch.

          Und das finde ich schade. Die Ausgangsfrage ist doch eigentlich interessant.
          Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
          die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
          die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
          die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

          Jack Kerouac

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          • In-Genius
            In-Genius kommentierte
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            Hast du dazu aussagekräftige Statistiken oder Umfragen? Von Anekdoten kann man nicht auf eine ganze Bevölkerungsgruppe schließen.

          • Milch
            Milch kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Die Kinocharts und die Bestsellerlisten waren damals noch nicht so exakt, aber bei vielen genannten Beispielen kann man davon ausgehen, dass sie die Millionengrenze überschritten hatte.

          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            Deine Beispiele stammen von vor über fünfzig Jahren. Vor knapp fünfzig Jahren begann die Blockbuster-Ära (Der weiße Hai) und ein breites Publikum erreichendes queeres Moviemaking (Rocky Horror Picture Show), das die Leute aus dem Muff der Postkriegszeit in die Kinos zog.
            Und diese Leute, die heute 60 und älter sind, das sind die, die mehr wollen als einen mürben Keks neben Kaffee und Kuchen.

        • #10
          Ist Fantasy ein schwieriges Genre?

          Nicht schwerer als andere Genre, wenn man es schreiben möchte.

          Senioren haben eher Schwierigkeiten mit dem Genre, man grenzt die mögliche Käuferschicht ein.

          Käse. Es gibt genug Abhandlungen darüber, dass die Zielgruppe nicht nach dem Alter der Leserschaft definiert werden kann. Viele Autoren sortieren ihre Werke nach der Genrezugehörigkeit (Urban, High etc.) Das liegt bspw. an den verschiedenen Rezeptionsmöglichkeiten verschiedener Alter, und die Bücher sind somit jeder Altersgruppen zugänglich. Ein totaler Trend sind aktuell All-Age-Bücher.

          Es ist schwieriger sich für den Käufer abzuheben, weil man dem Käufer das neue, aufregende im Titel, Cover und Klappentext kommunizieren muss. (Ich muss kein Tolkien 2.0 oder GoT 2.0 lesen.) Auf mich wirken viele Fantasybücher auf den ersten Blick oft sehr geklont, je mehr SP, umso eher geklont. (Ich habe auch ein paar Bücher gelesen, die da herausragen.)

          Die Frage wäre, was wirkt auf dich denn mal nicht geklont? Wenn ich mir die Diskussionen anschaue ist doch Genreübergreifend dein Kritikpunkt mangelnde Originalität, Klischees und Klone.

          Wie ragt man aus der Masse von anderen Fantasybüchern heraus?

          Auch hier stellt sich eher die Frage was der eigene Anspruch ist. Ansonsten gilt wohl oft die Devise: Wer am lautesten Schreit wird auch am schnellsten gehört. Ich persönlich denke: Qualität setzt sich durch. Qualität bedeutet für mich: Interessanter Plot, Tolle Figuren und gut lesbar.
          Quintessenz: Bla.
          Kontakt: administrator@wortkompass.de

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          • weltatlas
            weltatlas kommentierte
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            Dann hätte ich gern stichhaltige Beweise für deine Behauptungen - ansonsten sind es mal wieder Mythen, von denen Du viele hast ohne sie wirklich zu beweisen. Ich kenne persönlich niemanden, der sich durch die Gruppe 47 beeinflussen ließ.

          • Dodo
            Dodo kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Milch Sagen wir es einmal so: Die Menschen, die Du meinst, sind geistig "älter" als die, die ich meine, wenn ich von lesenden Senioren schreibe.
            Ein paar prominente Beispiele der Gruppe 47 (alte weiße Männer, sich stets im Recht wähnend) kommen mir auch nicht als Zugpferde der frischeren Seniorengeneration vor.

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Aus den 50ern/frühen und mittleren 60ern ist mir kein deutscher Fantasyroman für Erwachsene bekannt, auch kein Bestseller aus dem Ausland in Deutschland, in den Siebzigern weicht es auf.

        • #11
          Ich sehe in dem Post eigentlich nur 2 Fragezeichen, ansonsten jede Menge Feststellung. Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

          Ist Fantasy ein schwieriges Genre?
          Das ist so eine WischiWaschi Frage, die nur schwer zu beantworten ist. Ähnlich wie "Schreiben ein schwieriges Hobby?"

          Um die "allgemeingültigen Wahrheiten", die hier in den Raum gestellt werden, zu hinterfragen, kann ich höchstens ein paar ausgewählte Fakten anbieten, auf die ich Zugriff habe. Allerdings auch nur für den eBook Markt, der für mich als Autor interessant ist.

          Prinzipiell ist es in jedem Genre schwierig, erfolgreich zu sein. Das gilt für Fantasy genauso, wie für Krimi/Thriller, LiRo, SciFi oder jedes andere populäre Genre.
          Fantasy bietet - wie alle anderen Mainstream Genres - ausreichende Popularität und Umsatz, um davon leben zu können, allerdings auch eine hohe Konkurrenz. Also keine Aussage, die einen vom Hocker hauen könnte, weil sie so unglaublich originell ist.

          Der unten aufgeführte Umsatz betrifft nur amazon. Aus Kindle Unlimited werden sicherlich nochmals ähnliche Beträge dazukommen. Wie es bei Tolino aussient, kann ich nicht beurteilen, aber wahrscheinlich nicht viel anders. Da eBooks nur 5 bis 10% des Umsatzes im Buchmarkt ausmachen sollen, kommt wohl über den Buchhandel noch was dazu.



          Anmerkung 2020-06-07 111123.jpg


          Schließlich schreiben viele Nachwuchsautoren Fantasy, man hat daher viel Konkurrenz.
          Jep, ist so. Auch nicht sonderlich überraschend.

          Auf Plattformen von Wattpad bis zum WK finden wir haufenweise Fantasy. Genau wie alle anderen Mainstream Genres. Auch nichts wirklich umwerfend Neues.



          Senioren haben eher Schwierigkeiten mit dem Genre, man grenzt die mögliche Käuferschicht ein.
          Keine Ahnung. Kann ich nicht allgemeingültig beurteilen.

          Wozu ich etwas sagen kann ist, dass es den Eindruck macht, dass Menschen Ü70 eher nicht zu den Lesern MEINER Fantasy Geschichten gehören. Jedenfalls bekomme ich aus dieser Altersgruppe kaum Rückmeldungen (eher zu SciFi). Das mag daran liegen, dass diese Altersgruppe eher Prints als eBooks bevorzugt oder in Buchhandlungen, statt im Internet einkauft. Der Schwerpunkt meiner Instagram Follower liegt auch deutlich jünger. Ü70 ist für mich Terra Incognita.

          Tatsächlich grenze ich bei Werbeaktionen die Gruppe über 60 und unter 20 aus, da es bisher noch nie den gewünschten Rücklauf ergeben hat.

          Hier hätte ich gerne eine Grafik eingebunden, das System lässt das aber nicht zu. Schade.


          Es ist schwieriger sich für den Käufer abzuheben, weil man dem Käufer das neue, aufregende im Titel, Cover und Klappentext kommunizieren muss.
          Das gilt mal wieder für jedes Genre.


          (Ich muss kein Tolkien 2.0 oder GoT 2.0 lesen.) Auf mich wirken viele Fantasybücher auf den ersten Blick oft sehr geklont, je mehr SP, umso eher geklont. (Ich habe auch ein paar Bücher gelesen, die da herausragen.)
          Das sind Milch persönliche Lesegewohnheiten, die ich gar nicht kommentieren möchte. Die Seitehiebe auf die SPler lassen mich jetzt auch nicht mehr zucken, außer gleichgültig mit den Schultern. So what.


          Wie ragt man aus der Masse von anderen Fantasybüchern heraus?
          Endlich kommt die interessante Frage.

          Ein spannendes Konzept, das Leute neugierig macht. Ein Cover, das Genre, Subgenre und die allgemeine Richtung kommuniziert, ein Klappentext, der neugierig macht, und Figuren, mit denen man eine emotionale Verbindung eingehen kann.
          Würde ich mal so allgemeingültig sagen.

          Da ich leider keine Ahnung habe, was Milch schreibt, und noch keinen Text von ihm/ihr in irgendeinem Bereich gesehen habe, kann ich ihm/ihr auch keine persönliche Einschätzung abgeben, vor allem da Milch die Messlatte doch immer recht ambitioniert legt.

          Just my XX Cents.
          I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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          • #12
            Nach Börsenverein des deutschen Buchhandels waren 2012 7.3 Prozent auf die Phantastik. Wir halten Fantasy für beliebt, offensichtlich unterschätzen wir die Beliebtheit, Krimis und Romane sind beliebter. (Neuere Zahlen habe ich nicht gefunden.) Meine Vermutung, es liegt an den Seniorinnen, die damit überwiegend nichts anfangen können. Auch sie gehören zur Leserschaft, die blenden wir meist aus, wenn wir hier in der Filterblase von jungen Nachwuchsschriftstellern uns unterhalten. Wenn man in die Zeit zurückgeht, wird es für mich verständlich. Er herrschte in den Fünfzigern/Sechzigern eine "Realismus"-Doktrin, die zwar nie so für alle galten, aber doch den Lesegeschmack geprägt hat. Wikipedia listet in den 50ern wenig Fantasyfilme auf, das nimmt mit jedem Jahrzehnt zu. In den Siebzigern brach diese "Realismus"-Doktrin langsam auf, der Mainstream wurde offener für die Phantastik. Bei den Büchern gilt diese Auffälligkeit auch, der Fantasyboom begann bei den Erwachsenen eher in den Siebzigern.
            Ich glaube auch, dass die Offenheit für die Phantastik mit den nächsten Jahren naturbedingt zunehmen wird.

            Vielleicht hat hier jemand eine Oma oder ein Opa oder eine Mutter und Vater im Rentenalter, die Fantasy mögen, der soll sich hier melden. Und die anderen bitte auch.
            Das gleiche kann man auch mit Comics und Mangas machen.

            Ich wollte nur zeigen, dass die Leserschaft begrenzter ist als bei Krimis und Thrillern.

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            • Dodo
              Dodo kommentierte
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              Jepp, ich teile zwar keine Verwandte mit weltatlas, aber in meiner Familie ist es ähnlich.

            • Milch
              Milch kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Ja, irgendwie schrieb ich, dass in Akademikerkreisen Herr der Ringe ein Kultbuch war, wenn man das Buch Bestseller vertrauen darf. Wie viel studierten damals?
              Mir ist es schon aufgefallen, dass Science Fiction akzeptiert wurde, Dune wurde gelesen, Herr der Ringe nicht.

            • Dodo
              Dodo kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Es tut nichts zur Sache, aber ich bin der einzige Akademiker in meiner Ahnengalerie. Der Rest hatte nicht einmal Abitur und war trotzdem nicht doof.

          • #13
            Ich denke, eines der Probleme ist, dass jede*r mit "Fantasy" etwas anderes meint. Bevor man sich hier auf Zielgruppenanalysen stürzt, muss man zuerst die Begrifflichkeiten definieren.

            Meist wird mit Fantasy die Fantasy gemeint, in der sich Menschen, Orks, Zwerge und Elfen in epischen Schlachten in einem pseudoeuropäischmittelalterlichen Setting die Köpfe einschlagen. Zugegebenermaßen hat diese Sparte überwiegend männliche Leser zwischen 15 und 45.

            Ebenfalls sehr oft wird mit Fantasy gemeint, dass glitzernde Vampire High School Mädels verführen. Da haben wir als Haupt-Leserschaft 12-17 jährige Leserinnen.

            Manche meinen mit Fantasy auch primär Klassiker wie die Werke von Tolkien, Zimmer Bradley, LeGuin und Leiber. Diese Bücher haben eingefleischte Fans, die sie "noch von damals" kennen und die heute gut jenseits der 60 sind. Und jede Neuinterpretation kaufen, wenn nur im Klappentext steht "wie die Nebel von Avalon" Schaut Euch mal Bilder von Veranstaltungen der dt. Tolkien-Gesellschaft an - da treibt sich ganz bestimmt nicht nur Jungvolk rum.

            Allerdings gibt es genügen Leute, die mit "Fantasy" alles meinen, das auch nur den Hauch eines fantastischen Elements hat. Viele von ihnen bevorzugen deshalb den Begriff "Phantastik" statt "Fantasy", und schließen bewusst alle Sub-Genres ein, wie Steampunk, Hopepunk, Solarpunk, Sci-Fi, Urban Fantasy, Romantasy, Femtasy (ok, mir fällt nur ein einziges Buch ein, das sich so nennt, aber der Begriff ist einfach super!), Dieselpunk, Teslapunk, Crossovers, Parodien, ... äh, und noch hunderte andere ...
            Und da kann man dann wirklich keine verallgemeinernde Aussage mehr treffen über die Leserschaft. Viele Senioren lesen Sci-Fi. Wenige Senioren lesen YA Romantasy.
            Always avoid alliteration.

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            • Alys II.
              Alys II. kommentierte
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              Milch Damit hast Du eine weitere mögliche Definition von "Fantasy" ins Spiel gebracht. (Kannst Du da Beispiele nennen? Ich kann mir darunter nämlich keine einheitliche Genre-Gruppe vorstellen.)

              Auf welcher Basis erstellst Du die Annahme, dass Senior*innen eher nicht Fantasy lesen, auch wenn sie sonst "alles Mögliche" lesen? Ich spreche ja auf der Visite mit meinen Patient*innen häufig über ihre aktuelle Krankenhauslektüre, und aktuell findet sich bei knapp 40 Patient*innen:
              - Der Meister und Margarita
              - To kill a Mockingbird
              - Meine geniale Freundin, 2x
              - irgendwas von Håkan Nesser
              - Die Stadt der träumenden Bücher

              Das macht in dieser absolut nicht representativen Umschau 2x Phantastik, 4x Krimi, und 1x ... keine Ahnung. (K.A., als was man To kill a Mockingbird einstufen würde? Gesellschaftsroman? Historisches? ist gerade auch nicht relevant.) Zugegeben führen da die Krimis die Statistik an und die Leserin von Die Stadt der träumenden Bücher ist von dem Buch "nicht 100% angetan" (Zitat), aber so mau sieht es doch gar nicht aus für die Phantastik in der Senioren-Gruppe.

            • Lia Roger
              Lia Roger kommentierte
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              Milch Vielleicht bin ich nur zu blöd um deine Definition zu verstehen, aber wenn du einerseits eine Definition von Fantasy nennst, die sehr viele unterschiedliche Subgenres mit einschließt (dem ich so zustimmen würd), warum schließt du dann eines dieser Genres, das die Kriterien deiner Definition erfüllt, dann gleich wieder aus?
              Und wenn Fantasy so vielseitig ist, wie deine Definition es auch zulässt, warum sollte dann nichts für Senioren dabei sein? Zumal Alys II. bereits einige Beispiele genannt hat, die sehr wohl auch von älteren Generationen gelesen und geschätzt werden. Ich denke auch, da kann man nicht verallgemeinern und ich frage mich auch, ob es irgendeine Konsequenz fürs eigene Schreiben hat, selbst wenn vielleicht etwas weniger Senioren die Geschichte lesen würden. Eine Zielgruppe findet sich trotzdem immer und man kann und muss nicht auf Zwang versuchen, alle zu erreichen. Vor allem nicht, wenn man dann am Ende nicht mehr das schreibt, was man eigentlich schreiben will.

            • Milch
              Milch kommentierte
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              Ich sehe, was die Seniorinnen bei mir in der Bibliothek zurückgeben und mitnehmen. Heute historische Romane und Elena Ferrante, manchmal auch Fitzek.
              Heute: historische Romane oder Elena Ferrante. Ich sehe sie auch nie in die Richtung Fantasy gehen. Die Fantasybücher stehen in einem anderen Bereich als die normalen Bücher. Häufig stehen die Seniorinnen meist bei den Krimis, vielleicht bei den historischen Romanen.
              Manche "Fantasy"-Bücher stehen auch im Normalbereich, ich habe aber nie mitbekommen, dass eine Frau die Knochenuhren oder die gelben Bücher von David Safier zurückgegeben hat.
              Ich frage mich, ob die Ferrante-Leserinnen mit der Moersleserin tauschen wollen. Ich glaube eher nicht, obwohl beides gute SchriftstellerInnen sind. Niemand streitet ab, dass manche Seniorinnen offen sind, es sind nur weniger offen.

          • #14
            Die meisten Bücher sind auf eine bestimmte Zielgruppe ausgelegt, oder werden unabhängig von der Zielgruppenvorstellung des Autoren an bestimmte Zielgruppen vermarktet, und Fantasy ist der Hinsicht sicher keine Ausnahme. Wenn ich durch eine Buchhandlung laufe, nehme ich die meisten Fantasybücher in der Jugendbuchabteilung wahr. Ob die da immer so hingehören ist eine andere Diskussion, aber sie werden jedenfalls nach meiner Beobachtung mehr in diesen Bereichen positioniert. Gut möglich, dass es da auch ein Henne-Ei-Problem gibt, *falls* statistisch gesehen Senioren wirklich weniger Fantasy lesen.

            Aber ein "schwieriges Genre" seh ich hier trotzdem nicht.
            Jugendbücher werden ja auch nicht nur erfolgreich, wenn Senioren sie kaufen.

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            • Ena
              Ena kommentierte
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              Milch können sich Buchhandlungen leisten, Bücher doppelt zu platzieren? Ich hätte jetzt aus dem Bauchgefühl heraus gesagt nein, es sei denn es sind bereits Bestseller/prominente Autoren. Man hat ja auch nicht endlos viel Platz.

            • Milch
              Milch kommentierte
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              Es soll Buchhändler geben, die ein Buch zweimal präsentieren.
              Es gibt auch Leute, die sich vom Bereich Jugendbuch nicht abhalten lassen, da mal zu stöbern,
              Dass Comics nur was für Kinder ist, ist nicht mehr so präsent, das löst sich langsam auf.

            • Dodo
              Dodo kommentierte
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              Es gibt auch Buchläden, die führen nur Fantasy und SciFi, sogar einer, der seit fast 40 Jahren nur diese Genres anbietet (der schließt jetzt, weil Miete in HH-zentral zu teuer, er ist 77, ein Senior, daher wird er auch nicht online weitermachen). Also für HH fallen mir spontan drei Läden ein, in Berlin einer. Und ich bin nicht in dem Genre unterwegs.

          • #15
            Ich denke, eines der größten Probleme der Phantastik ist, dass sie – zumindest im deutschsprachigen Raum – oft nicht als vollwertige Literatur betrachtet wird. Damit wird dann ganz automatisch die Leserschaft eingeschränkt, weil man als doch keinen "Kinderkram" lesen will. Das kann man übrigens auch immer wieder schön beobachten, wenn Bücher (und Filme) mit phantastischen Elemente in ein anderes Genre einsortiert und dann entsprechend beworben werden.

            Wie man aus der Menge der Fantasy herausragt? Schwierige Frage, da es eben nicht nur reicht herausragendes Manuskript zu liefern. Es spielt ja auch immer eine große Rolle, wie das fertige Buch beworben wird, da Cover + Klappentext das ist, was die meisten Leser anspricht. Und wenn das Äußere dann 0815 ist, dann ist der herausragende Inhalt erstmal zweitrangig.

            Außerdem gibt es ja auch immer noch die Möglichkeit, dass man vielleicht gar nicht herausragen will, sondern es einem Spaß macht, ähnliche Geschichten zu lesen und zu schreiben
            »Elezeis Blut schien in Aufruhr zu sein und brannte unerwartet kalt durch ihren Körper. Es war ein Gefühl, das nach Zerstörung dürstete.« – Blutgesang

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            • Lia Roger
              Lia Roger kommentierte
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              Das ist ein sehr wichtiger Punkt, da stimme ich auch zu!
              Und es gibt auch viele unterschiedliche Arten, als Schreiberling Erfolg zu haben. Nicht jede*r will unbedingt den nächsten großen Bestseller schreiben - zwischen "nur für sich im Stillen schreiben" und "bahnbrechend und berühmt mit Millionenpublikum" liegt ein breites Spektrum, und wo auch immer man als Autor*in liegt oder liegen will ist völlig okay.

            • Milch
              Milch kommentierte
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              Ich glaube nicht, dass Fantasy per Se für alle Kinderkram ist, sondern dass es zunehmend aufweicht. Je jünger, umso aufgeschlossener.

              Bei ähnlichen Geschichten beschränkt man seiner Leserschaft, weil die einen nur das Original lesen, die anderen es gereicht hat. Irgendwann wird alles irgendwann langweilig.
              Phantastik hat ja das Potential, auf eine philosophischen Art etwas zu thematisieren, was in Alltagsgeschichte nicht möglich ist. Phantastik, das gilt also für Science Fiction, als eine Art Ideengeschichte, wenn es geht, schön eingebettet in einer spannenden Geschichte. Ich erwarte mehr als eine Quest und ich, da bin ich vielleicht auch speziell, will nicht ständig voraufklärerische Welten erleben. Ich kann mit dem Konzept des gerechten Königs nichts anfangen

            • Dodo
              Dodo kommentierte
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              Ich möchte behaupten, dass Fantasy dasselbe wie SciFi oder andere Genres kann.
              Es ist mE nur so, dass in Deutschland manche medienwirksame, (kalendarisch und/oder geistig) alte Männer dem Genre Tiefe und Philosophie absprechen und das Label "kindisch", "kindlich" und "lächerlich" draufdrücken, um drüber hinweg lächeln zu können. Der Einfluss dieser alten Männer weicht in Rekordzeit auf, der mündige Leser entscheidet, was Wert für ihn hat, und die Leserschaft wird mit eigenen Kritiken und Rezensionen glaubwürdiger. Ein kurze Googelei zeigt mir da quietschfidele und -bunte Blogs, Foren, Sammelsurien und Rezensionsseiten, alles für Fantasy.
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